Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen erreichte mit einem knappen 1:0 gegen Nordkorea das Viertelfinale der Olympischen Spiele. Die eingewechselte Anja Mittag traf mit einem glücklichen Abstauber und sicherte Deutschland das Weiterkommen.
Verdient war dieser Sieg nicht, die Weltmeisterinnen mühten sich über die 90 Minuten mit einer schlechten Leistung das noch schmeichelhafte Remis durchzukämpfen. Man kann von einem Arbeitssieg sprechen, der die bisherige Leistung des Teams bei den Olympischen Spielen passend wiederspiegelt. Die "Operation Gold" läuft zwar noch, ihren Ansprüchen auf dem Feld wurde die Nationalmannschaft aber bisher noch nicht gerecht.
Am Ende steht der Einzug ins Viertelfinale über der bisher gezeigten Qualität rein als erreichter Zwischenstopp auf dem Weg auf das Treppchen. Trotz des Erfolges auf dem Zettel spitzen sich nach dem heutigen Spiel Fragen und Kritik zu. Sylvia Neid steht seid der Vorbereitung auf Olympia in der Kritik was Nominierung und Aufstellung betrifft. Insbesondere die Aufstellung von Renate Lingor, die mit ihrer Leistung im heutigen Spiel auf ihre Formschwäche in der letzten Bundesligasaison hinwies, und Sandra Smiseks späte Auswechslung, die Sinnbild für die Effektivität des deutschen Angriffspiels war, werden Neid in den Mittelpunkt der Kritiker stellen. Unverständnis erzeugt auch der Verzicht auf Conny Pohlers, die sich nach einer soliden Bundesligaleistung im den Sturm der DFB Frauen bisher noch nicht auszeichnen durfte.
FrauenFußballCommunity
Dienstag, 12. August 2008
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2 Kommentare:
Wie kommt es nur, dass eine Mannschaft, die als beste Frauenfußballnationalmannschaft aller Zeiten gehandelt wurde, auf ein mal so erbärmlichen Fußball spielt? Ist das eine normale Entwicklung (die wir auch vom Männerfußball kennen), sind die Damen in den Sog der allgemeinen deutschen Olympiaerfolglosigkeit geraten oder haben gar die Chinesen durch heimliches Antidoping der anderen Nationen die Hand im Spiel?
So wird's auf jeden Fall nichts mit Gold!
Hallo karlssonvomdach!
Interessant wird vor allem die Frage, wie sich dieser Niveauabfall auf die Enttwicklung des Frauenfußballs auswirkt. Insbesondere im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2011 wird Diskussionsbedarf entstehen.
Die Mannschaft, die solange im Zentrum der Aufmerksamkeit als eine Art Galeonsfigur für den deutschen Frauenfußball fungierte, droht erstmals zu scheitern. Auf die Reaktionen darf man gespannt sein.
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